Bald ist es wieder möglich, durch Hessens längsten Fahrradtunnel zu fahren: Am Freitag, 10. April 2026, wird der Milseburgtunnel geöffnet. Er war über die Winterzeit geschlossen, weil er als Winterquartier für zahlreiche Fledermäuse dient. Die Arbeitsgemeinschaft Milseburgradweg hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen.

Der Winterschlaf der Fledermäuse neigt sich dem Ende zu – und Radfahrer aus der Region wissen, was das bedeutet: Der Milseburgtunnel wird freigegeben. Am Freitag, 10. April, 8:00 Uhr, öffnen sich die Pforten. Zum Auftakt der neuen Saison werden die drei Milseburgradweg-Bürgermeister Ronny Günkel (Hilders), Markus Röder (Hofbieber) und Claudia Brandes (Petersberg) einen Tag später, am Samstag, 11. April, ab 12:00 Uhr zur Grillzange greifen und die Radsportbegeisterten mit Würstchen und Getränken versorgen.

Die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft wechselt alle zwei Jahre und ist dieses Jahr von Hilders auf Petersberg übergegangen. Die Vertreter der drei Gemeinden betonen, dass sie die Zusammenarbeit weiter erfolgreich fortsetzen wollen. Dazu haben sie sich einiges für dieses Jahr vorgenommen. Nach der Tunnelöffnung findet am 19. April das traditionelle Frühlingsfest am alten Bahnhof Bieberstein statt. Im Rahmen des kreisweiten Stadtradelns ist am 31. Mai eine Radtour mit dem ADFC vorgesehen. Außerdem steht nach 23 Jahren eine grundhafte Erneuerung des Radweges sowie der großen Bogenbrücken in Elters und Langenbieber an. Die Planungen hierfür sollen im Laufe des Jahres vorangetrieben werden. Die AG hofft dabei auf Fördermittel vom Land Hessen und dem Landkreis Fulda.

Mit der Bilanz des Vorjahres sind die Bürgermeister zufrieden: An der Zählstation am Milseburgtunnel wurden rund 45.000 Radfahrer registriert. Besucherstärkster Tag war der 10. August 2025, an dem fast 1.000 Menschen vorbeifuhren. Im gesamten August 2025 wurden mehr als 10.000 Personen gezählt. Dies zeigt den touristischen Wert des Milseburgradwegs. Zugleich wird der Weg aber auch für den Alltagsverkehr immer wichtiger, da durchschnittlich jeden Tag mehr als 100 Radfahrinnen und Radfahrer auf ihm unterwegs sind.

Die Bürgermeister freuen sich auf eine sonnige Radsaison und wünschen allzeit sichere Fahrt. Zugleich appellieren sie aber auch, dass der Radweg nicht nur von Radfahrern genutzt wird, sondern auch von Spaziergängern, Skatern und insbesondere Landwirten. Das Miteinander auf dem Milseburgradweg kann nur funktionieren, wenn alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und zum Beispiel Platz machen, wenn große landwirtschaftliche Maschinen vorbeifahren müssen.